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Phase 1 · EinbindungKommunikations-Checkliste
Phase 1 · EinbindungWerkzeug 3 von 14

Kommunikations-Checkliste

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Zeitaufwand2-4 Std.
OutputKommunikationsplan
WannPhase 1, nach Ökosystem-Kartierung
Aus der Praxis
Besprechungsraum
“

Jonas, Digitalisierungsbeauftragter, lädt zum Auftaktgespräch für ein datenbasiertes Projekt in der Sozialraumplanung ein. Die Einladung geht an seinen Vorgesetzten, die IT-Abteilung und die betroffenen Fachbereiche. Barbara Sommer, Abteilungsleiterin Soziales, erscheint und fragt: „Inwiefern geht uns das an? Das ist doch eigentlich euer Thema.” Der Leiter des Stadtentwicklungsamts hat abgesagt, weil er den Termin für nachrangig hält. Ein Kollege aus dem Ordnungsamt nickt höflich und erklärt am Ende, er müsse das erst mit seiner Abteilungsleitung besprechen. Er meldet sich danach wochenlang nicht.


Die richtigen Personen sind in der falschen Reihenfolge informiert worden.

Jonas, Digitalisierungsbeauftragter · Typische Situation aus über 40 Interviews mit kommunalen Mitarbeitenden

Was das Werkzeug leistet

Die Kommunikations-Checkliste strukturiert, wer, wann und mit welcher Botschaft eingebunden werden muss. Sie differenziert nach Hierarchiestufe, Haltung und konkretem Einfluss auf das Vorhaben. Die Checkliste adressiert eine der häufigsten Ursachen für frühen Widerstand: dass Fachbereiche Datenprojekte als Angelegenheit der Digitalisierungsabteilung wahrnehmen und sich selbst nicht als Beteiligte verstehen. Das Ergebnis ist ein Kommunikationsplan, der sicherstellt, dass das Vorhaben in der richtigen Reihenfolge die richtigen Personen erreicht.

Führungsebene einbindenStakeholder aktivierenWiderstand abbauen

So wird das Werkzeug angewendet

1
Stakeholder:innen einordnen

Übernehmen Sie die Stakeholder:innen direkt aus der Datenökosystem-Kartierung und ordnen Sie sie in der Vorlage ein. Erwartungen, mögliche Bedenken und notwendige Beiträge wurden möglicherweise bereits in der Datenökosystem-Kartierung oder in der FAQ-Sektion der Zielbild-Pressemitteilung diskutiert; greifen Sie auf diese Erkenntnisse zurück, anstatt sie neu zu erheben.

2
Kommunikationsziele und Kernbotschaften festlegen

Formulieren Sie für jede Gruppe zunächst das Warum: Welches Ziel verfolgen Sie mit der Ansprache dieser Gruppe? Legen Sie anschließend fest, was konkret kommuniziert werden soll, also welche Kernbotschaften den Mehrwert des Use Cases verdeutlichen oder bestehende Bedenken ansprechen. Bestimmen Sie schließlich das Wie: über welche Kanäle und in welchem Format die Botschaft vermittelt wird. Die Zielbild-Pressemitteilung und das browserbasierte Lernspiel stehen dabei als fertige Kommunikationsmittel zur Verfügung.

3
Kommunikationsplan erstellen und zeitlich abstimmen

Legen Sie Anlässe, Frequenzen, Verantwortlichkeiten und Rückmeldungsmechanismen fest. Die Reihenfolge und der Kanal der Ansprache ergeben sich direkt aus der Einordnung in der Vorlage: Adressieren Sie die Gruppen in der ausgewiesenen Prioritätsreihenfolge und nutzen Sie die empfohlenen Kommunikationskanäle.

4
Feedback einholen und Kommunikation anpassen

Richten Sie Mechanismen ein, um Rückmeldungen einzuholen, etwa durch digitale Umfragen, Sprechstunden oder offene Diskussionsrunden. Beobachten Sie die Wirkung Ihrer Botschaften und passen Sie Intensität und Formate an die aktuelle Haltung der jeweiligen Gruppe an. Ein gepflegter E-Mail-Verteiler hält alle Beteiligten regelmäßig über Fortschritte und Änderungen im Projekt informiert.

Wirkung im Gesamtprozess

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Adressierte Barrierenkreisläufe

Direkt adressierte Barrieren (●) und indirekt unterstützte Kreisläufe (○) aus dem ÖPGV-Whitepaper.

Veränderungs- und Fehlerangst, geringer Innovationswillen

Widerstand entsteht oft nicht aus inhaltlicher Ablehnung, sondern weil Beteiligte sich übergangen fühlen oder zu spät informiert wurden. Die Checkliste strukturiert Kommunikation nach Hierarchiestufe, Haltung und Einfluss und verhindert, dass Desinteresse zu aktiver Ablehnung wird.

Fehlende Steuerungsverantwortung

Die mittlere Führungsebene versäumt es oft, Vorhaben aktiv zu unterstützen, weil sie in der falschen Reihenfolge eingebunden wurde. Die Checkliste stellt sicher, dass entscheidungsrelevante Personen frühzeitig und vor anderen informiert werden.

Strategie ohne Rückhalt

Projekte verlieren ihre strategische Unterstützung, weil Führungskräfte sich übergangen fühlen oder der Nutzen nie klar kommuniziert wurde. Die Checkliste verhindert dieses Muster durch eine strukturierte Stakeholder-Kommunikation von Beginn an.

Fehlende Innovatoren und innovationsfeindliche Strukturen

Fachbereiche sehen Digitalisierung als Aufgabe der IT-Abteilung. Die Checkliste aktiviert gezielt Personen, die als Multiplikatoren fungieren und Fachbereiche als Beteiligte einbinden können.

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