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Phase 1 · EinbindungUnterstützungsmatrix
Phase 1 · EinbindungWerkzeug 4 von 14

Unterstützungsmatrix

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Zeitaufwand2-4 Std. initial, laufend
OutputStakeholder-Matrix
WannPhase 1, nach Ökosystem-Kartierung
Aus der Praxis
Büro

Katrins Datenvorhaben läuft seit vier Monaten. Im letzten Lenkungskreis hatte der Leiter des Stadtplanungsamts mündlich zugesagt, die notwendigen Geodaten bis Ende des Monats bereitzustellen. Der Monat ist abgelaufen. Katrin schreibt eine Erinnerungs-E-Mail. Die Antwort kommt drei Tage später: Das Amt sei derzeit durch andere Projekte ausgelastet. Ein Folgegespräch findet nicht statt. Der beauftragte GovTech-Partner wartet. Im Protokoll des Lenkungskreises steht zur Datenweitergabe: „wird geprüft.” Katrin weiß nicht, wie sie eskalieren soll, ohne das Verhältnis zum Amt zu beschädigen.


Es gibt keine dokumentierte Vereinbarung, auf die sie sich berufen könnte.

Katrin, CDO · Typische Situation aus über 40 Interviews mit kommunalen Mitarbeitenden

Was dieses Werkzeug tut

Die Unterstützungsmatrix dokumentiert für jede zentrale Person, in welcher Form Unterstützung wirklich vorliegt, welche Leistung konkret erwartet wird und welche Frühwarnzeichen einen drohenden Rückzug ankündigen. Sie begegnet einem der häufigsten Projektrisiken: ein Vorhaben ist beauftragt und bezahlt, aber die Umsetzung ist blockiert, ohne dass ein Eskalationspfad existiert. Das Ergebnis ist eine lebende Übersicht, die schleichende Depriorisierung messbar macht bevor der Schaden eingetreten ist.

Führungsebene einbindenStakeholder aktivierenCommitment verbindlich machenEskalationspfade definierenRisiken antizipieren

So wird das Werkzeug angewendet

1
Beiträge und Verbindlichkeiten dokumentieren
Gemeinsam mit den Akteur:innen

Führen Sie diese Schritte gemeinsam mit den beteiligten Akteur:innen durch und diskutieren Sie deren Verantwortlichkeiten direkt mit ihnen. Übernehmen Sie die Akteur:innen und ihre bereits in der Datenökosystem-Kartierung dokumentierten Beiträge als Ausgangspunkt und validieren Sie diese im Gespräch. Halten Sie fest, wie verbindlich die Zusagen aktuell sind und was fehlt, um sie auf die nächste Stufe zu bringen.

2
Aufwand und Nutzen besprechen
Gemeinsam mit den Akteur:innen

Nutzen Sie die in der Datenökosystem-Kartierung erarbeiteten Mehrwerte als Grundlage. Stellen Sie sich für jede Akteur:in die Frage: Erleichtert der Use Case ihre tägliche Arbeit, oder bedeutet er vor allem Mehraufwand zugunsten anderer? Je stärker Letzteres zutrifft, desto wichtiger ist es, ihren Beitrag sichtbar zu machen und Aufwände aktiv auszugleichen. Definieren Sie gemeinsam konkrete Maßnahmen, wie Akteur:innen mit hohem Aufwand unterstützt werden können, etwa durch die Entlastung von Aufwänden oder die gezielte Einbindung in sichtbare Projektereignisse.

3
Frühwarnzeichen und Eskalationspfade festlegen
Intern, nur Projektteam

Legen Sie für jede Akteur:in intern zwei bis drei beobachtbare Signale fest, die auf einen drohenden Rückzug hinweisen könnten, etwa ausbleibende Rückmeldungen über mehrere Wochen oder die Delegation von Abstimmungsgesprächen auf nachgeordnete Ebenen. Bestimmen Sie, wer im Projektteam für die Beobachtung verantwortlich ist und welche Reaktion ausgelöst wird, wenn ein Signal eintritt. Bei Akteur:innen mit geringer Beeinflussbarkeit sollten Eskalationswege vorab definiert werden.

4
Matrix laufend aktualisieren
Intern, nur Projektteam

Die Unterstützungsmatrix ist kein Einmaldokument. Aktualisieren Sie sie bei relevanten Personalwechseln, nach Meilensteingesprächen, wenn ein Frühwarnzeichen eingetreten ist und beim Übergang von Phase 1 in Phase 2. Eine vollständige Überarbeitung ist in der Regel nicht erforderlich; es genügt, die veränderten Einträge zu aktualisieren und die Änderung kurz zu vermerken.

Wirkung im Gesamtprozess

Wähle ein Werkzeug aus, um den Beitrag der Unterstützungsmatrix zu sehen.

Adressierte Barrierenkreisläufe

Direkt adressierte Barrieren () und indirekt unterstützte Kreisläufe () aus dem ÖPGV-Whitepaper.

Direkt adressiert
Fehlende Steuerungsverantwortung

Führungskräfte geben mündliche Unterstützung, die unter Alltagsdruck nicht eingelöst wird. Die Matrix macht Zusagen verbindlich, indem sie Unterstützungsform, erwartete Leistung und Frühwarnzeichen für alle nachvollziehbar festhält.

Fehlende Kapazitäten

Projekte werden depriorisiert, weil beteiligte Personen schlicht keine Zeit haben. Die Matrix identifiziert Kapazitäts- und Commitment-Risiken frühzeitig und schafft den Mechanismus, um rechtzeitig gegenzusteuern.

Indirekt unterstützt
Strategie ohne Rückhalt

Das häufigste Scheiternsmuster ist nicht expliziter Widerstand, sondern schleichende Depriorisierung bis ein Projekt faktisch stillsteht, ohne dass jemand formal nein gesagt hat. Die Matrix macht dieses Muster messbar und schafft einen Eskalationspfad, bevor der Schaden eingetreten ist.

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